Altersgerecht wohnen: Wenn Nagetiere in die Jahre kommen
Daher rät die Expertin, die Trinkflasche und Heuraufe im Gehege tiefer zu hängen, damit die Tiere sich nicht danach recken müssen. Mit zunehmendem Alter fällt das einigen Tieren immer schwerer. Nager-Freunde, die das Gehege ihrer Senioren umgestalten, sollten darauf achten, das Gehege nicht ständig zu verändern oder mit Gegenständen zu überfrachten. „Denn das bedeutet Stress für die Tiere“, sagt die Expertin.
Dennoch: Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig ist die Devise für alternde Nager, damit sie rüstig bleiben. „Daher sollte den Tieren auch immer mal wieder etwas Neues zum Erforschen angeboten werden, denn auch alte Tiere, die noch fit sind, lernen und beschäftigen sich gern“, sagt Linke-Grün. So können Halter von ihrem Spaziergang beispielsweise einen Zweig von einem Obstbaum mit Knospen und Blüten zum Untersuchen und Bearbeiten mitbringen und ins Gehege legen oder ein Schälchen mit Moos zum Schnuppern anbieten.
Mehr Vitamine für Senioren
Neben der Beschäftigung brauchen die kleinen Senioren ausreichend Vitamine und Mineralstoffe. Diesen Bedarf können die Tiere mit frischem Obst, Gemüse und Kräutern decken. „Auch Aufbaupräparate und Multivitamin-Tropfen aus dem Zoofachhandel oder vom Tierarzt sind durchaus empfehlenswert“, sagt die Expertin. Da ältere Tiere mit der Zeit auch ein schwächeres Immunsystem haben, sind sie besonders anfällig für Parasiten. „Daher ist die Käfighygiene das A und O“, so Linke-Grün.
Wie Menschen auch, werden einige Meerschweinchen, Mäuse, Ratten und Chinchillas im Alter weniger unternehmenslustig. Vielmehr schätzen sie eine behagliche und warme Umgebung. „Aus ‚wilden Fegern‘ können ‚Kuscheltiere‘ werden, die dann eine zärtliche Kraulrunde durch ihren Menschen überaus genießen“, so die Expertin. IVH