Badetag: Gesundes Wellnessprogramm für Wellensittiche
„Zum Baden eignet sich am besten Leitungswasser, das in etwa Zimmertemperatur haben sollte“, sagt Hildegard Niemann, Biologin und Vogelexpertin. „Dabei auf Badezusätze verzichten, es sei denn, sie sind vom Tierarzt verordnet.“ Gebadet wird in einem handelsüblichen Vogelbadehäuschen. Schüchterne Vögel, die zunächst Hemmungen haben, das Badehaus zu betreten, können mit einigen nassen Blättern (Salat oder Vogelmiere) gelockt werden. Einfach die Blätter hineinlegen, der Vogel wird neugierig und frisst. Dabei merkt er, dass vom Badehaus keine Gefahr ausgeht. Manche Tiere duschen allerdings lieber. Dann kann man sie mit Wasser aus einer Sprühflasche besprühen.
Achtung: Vögel können mit nassem Gefieder nicht gut fliegen, sollten also gerade in diesem Zustand nicht erschreckt werden. Sie könnten bereits nach kurzer Flugzeit zu Boden fallen.
Nach dem nassen Wellnessprogramm schlafen die Vögel gern eine Runde. Ein Rotlicht sorgt dabei für angenehme Wärme und beschleunigt den Trocknungsvorgang. Zugluft sollte vermieden werden. Die Hygiene ist wichtig. Deshalb das Badehaus nach dem nassen Vergnügen aus dem Vogelbauer entfernen, reinigen und abtrocknen. Dann ist es für das nächste Mal gleich einsatzbereit.
Der Badetag ist nicht nur für die Gesundheit und das Wohlbefinden der kleinen Sittiche wichtig. Er bietet auch eine gute Beschäftigungsmöglichkeit für die Tiere, denn das Wellnessprogramm dauert mit Baden, Gefiederputzen und anschließendem „Schönheitsschlaf“ insgesamt zwei bis drei Stunden.
Übrigens: Das Baden regt auch den Bruttrieb an. Wellensittiche, die ohnehin eine stark ausgeprägte Brutbereitschaft besitzen, sollten deshalb nicht zu ausgiebig baden. Gegebenenfalls lieber mit einer Sprühflasche einsprühen und darauf achten, dass die Vögel dabei nicht zu nass werden.