Biologisch wertvoll: Schulaquarien machen den Unterricht lebendig

Stumme Schönheiten mit spannendem Sozialleben: Fische im Aquarium sind viel mehr als nur ein Hingucker in der Pausenhalle. Ein Schulaquarium erfüllt gleich mehrere pädagogische Aufträge. So ist es einerseits ein ideales Hilfsmittel, um Schülern praxisnah und leicht verständlich Unterrichtsstoff aus der Biologie beizubringen. Andererseits stärkt die Pflege der Fische das Verantwortungsgefühl der Schüler.

„Ein Aquarium ist optimal, um vielschichtige Themen rund um Fische und ihren Lebensraum anschaulich darzustellen“, sagt Florian Grabsch vom Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde (VDA). „Bei einem so lebendig gestalteten Unterricht sind die Schüler begeistert und konzentrieren sich besser.“ Je nach Art des Aquariums und seiner Bewohner lassen sich unterschiedliche Aspekte behandeln. „In einem tropischen Aquarium können die Schüler beispielsweise das Konkurrenzverhalten der Tiere beobachten, bei Zebrabuntbarschen ist zum Beispiel das Sozialverhalten während der Jungfischaufzucht sehr ausgeprägt“, erklärt Grabsch. Wird das Aquarium zusammen im Unterricht aufgebaut, können Kinder und Jugendliche viel über Technik und Pflanzenwelt im Aquarium lernen.

Schulaquarien sind aber mehr als nur anschaulicher Biologie- oder Biochemie-Unterricht. „Ein Aquarium hat den positiven Nebeneffekt, dass Schüler Verantwortungsbewusstsein und Pflichtgefühl entwickeln, wenn sie sich um das Wohlergehen der Fische und die Pflege des Aquariums kümmern“, sagt Grabsch. Dazu gehören Aufgaben wie regelmäßiges Wasserwechseln oder die Fische eigenverantwortlich zu füttern. Dieses Verantwortungsbewusstsein können die Kinder und Jugendlichen auf verschiedene Bereiche in ihrem Alltag übertragen. Zusätzlich fördern Schulaquarien auch die Teamarbeit und die Gruppendynamik unter den Schülern.

Für die Pflege des Schulaquariums müssen laut dem Experten klare Verantwortlichkeiten festgelegt werden, besonders in der Ferienzeit. Damit die Tiere dann weiter ihr Futter bekommen, sind für Schulaquarien netzunabhängige Futterautomaten mit spritzwassergeschützter Futterkammer wichtig. Dennoch sollte aber jemand bei den Tieren nach dem Rechten sehen. „In den Ferien kann eine eingewiesene Person, zum Beispiel der Hausmeister, die regelmäßige Kontrolle übernehmen“, rät Grabsch.

Weitere wertvolle Tipps zum Schulaquarium und aufbereitetes Material für den begleitenden Unterricht sind in den Schulmaterialien „Faszination Schulaquarium“ vom IVH-Schulservice unter www.ivh-online.de/de/home/schulmaterial.html zu finden.