Die richtige Wasserversorgung für quicklebendige Ziervögel
Die meisten kleinen Ziervögel stammen aus trockenen Gegenden und trinken im Schnitt nur circa zehn Milliliter pro Tag. „Trotzdem müssen sie immer die Möglichkeit haben, an frisches Trinkwasser zu kommen“, sagt Vogel-Expertin Hildegard Niemann. „Frische“ ist dabei das entscheidende Kriterium, denn im Wassernapf können sich schnell Keime vermehren, die sich als Schleim an den Trinkgefäßwänden ansiedeln. Damit ihre Tiere nicht krank werden, sollten Ziervogelhalter deshalb einige einfache Grundregeln beachten:
Das Trinkwasser sollte zweimal am Tag ausgewechselt werden. „Um Routine in den Wasserwechsel zu bringen“, so Niemann, „können zum Beispiel mehrere Metallnäpfe abwechselnd benutzt werden“. Die lassen sich zur Reinigung in die Spülmaschine stellen und es ist immer ein frischer Napf zur Hand. Geschlossene Vogeltränken werden ebenfalls angeboten. Sie sind praktisch, weil sie übermäßiges Wasserspritzen verhindern, die Reinigung ist jedoch recht aufwändig.
Damit kein Futter ins Trinkwasser gerät, ist es gut, den Wasser- und Fressnapf möglichst weit voneinander entfernt aufzustellen. Keime haben es so schwerer, sich zu vermehren, und das kühle Nass bleibt länger frisch.
Übrigens: Wasser kann das Leben von Wellensittich und Co. noch auf wesentlich mehr Arten bereichern, im Vogelheim und auch beim Freiflug. Viele Ziervögel planschen zum Beispiel gern in Badehäuschen oder lassen sich mit Wasser aus Sprühflaschen abduschen. IVH