Ein Spaß nicht nur für Kinder: Der Wellensittich-IQ-Test

„Neugier und Spielfreude sind deutliche Anzeichen für Intelligenz“, sagt der Verhaltensforscher und Wellensittich-Kenner Dr. Immanuel Birmelin. „Wellensittiche sind zu erstaunlichen Intelligenzleistungen fähig – wie alle Tiere, deren Gehirn im Verhältnis zur Körpermasse sehr groß ist.“
Wie viel in den hellen Köpfchen ihrer gefiederten Freunde steckt, können Kinder (und Eltern) selbst testen. Etwa so:
- Einen Hirsekolben mit Kordel an die Sitzstange binden und beobachten, was der Sittich macht. Zieht er den Kolben zu sich hoch? Schlaues Kerlchen!
- Drei gleich aussehende Futterschälchen an verschiedenen Plätzen im Zimmer verstecken, die leicht anzufliegen sind. In jedes ein bisschen Futter geben. Fliegt der Sittich die zufällig entdeckten Schälchen schon wenig später gezielt an? Gutes Ortsgedächtnis!
- Nur noch eines der Schälchen mit Futter bestücken. Fliegt der Sittich nach kurzer Zeit dieses Schälchen stets zuerst an? Prima!
- Futterschälchen mit einem leichten Deckel (z. B. Spielkarte oder Zeichenkarton) abdecken. Welcher Sittich schafft es zuerst, den Deckel wegzuschubsen? Übrigens: Wer es nicht gleich packt, ist keineswegs dumm – er kriegt den Bogen spätestens dann raus, wenn der Mensch ihm das Wegschubsen mit dem Finger vormacht. Auch Lernen durch Abgucken ist eine Intelligenzleistung.
- Futterschälchen mit verschiedenfarbigen Deckeln abdecken, z. B. grün, blau und gelb. Nur das „grüne“ Schälchen mit Futter bestücken. Fliegt der Sittich nach einer Weile gezielt „grün“ an? Glückwunsch – er ist so schlau, dass er sich nicht nur Orte, sondern auch Farben merken kann. IVH