Faszinierende Aquarien-WG: Einrichtung und Chemie müssen stimmen

Lebhaft, bunt und vielfältig – so wünschen sich viele Fischfreunde ihre Aquarien. Damit sich die verschiedenen Fischarten in ihrer Wohngemeinschaft auch wohl fühlen, muss die Harmonie stimmen. Wasserchemie und Inneneinrichtung spielen dabei eine wichtige Rolle.

„Bei der Einrichtung eines Gesellschaftsaquariums sollte vor allem darauf geachtet werden, dass sie den Bedürfnissen aller Arten gerecht wird“, erklärt Tierarzt und Zierfischexperte Jan Wolter. „Am besten vergesellschaftet man nur Tiere aus einer Region, denn so ist gewährleistet, dass sich alle Fische mit den Wasserwerten wohlfühlen. Salzgehalt, pH-Wert, Wassertemperatur und -härte können dann entsprechend des ursprünglichen Lebensraumes eingestellt werden.“

Jetzt benötigen die einzelnen Fischarten nur noch den passenden Raum in der Unterwasserwelt. So sollte ein Bereich des Beckens mit einem reichen Pflanzenangebot dekoriert werden. Denn in den meisten Fisch-WGs finden sich Tiere wie die beliebten Fadenfische, die sich gerne in hochgewachsenen Pflanzen und weichblättrigem Grün beziehungsweise zwischen Schwimmpflanzen aufhalten.

Eine andere Ecke kann mit Wurzeln und Treibholz aus dem Fachgeschäft ausgestattet werden. „Besonders kleine Fische wie Guppys und Neonsalmler nehmen sich gern eine Auszeit zwischen Wurzelgewächsen oder verstecken sich zwischen Treibgut“, erklärt Wolter. Auch ein paar Steine und kleine Aufbauten, auf dem Boden des Aquariums installiert, sollten nicht fehlen.

Aquarien mit wohl überlegter Einrichtung machen aber nicht nur ihren Bewohnern Freude. Sie bieten zudem ihren Architekten die Möglichkeit, die Fische in ihrem natürlichen Verhalten zu beobachten. IVH