Fürs Auge und die Ohren: Multi-Kulti in der Voliere

Gut gelaunte und farbenprächtige Gesellen fliegen munter zwitschernd durch die Voliere: Eine bunte Mixtur verschiedener Ziervögel sieht nicht nur schön aus, sie sorgt auch für gute Stimmung und trägt damit zum Wohlbefinden ihrer Halter bei. Viele Vogelfreunde wünschen sich deshalb eine solche Voliere mit verschiedenen Vogelarten. Doch welche Ziervögel vertragen sich auch?

„Grundsätzlich sollten Vogelfans nur Tiere zusammensetzen, die ähnliche Haltungs- und Futteranforderungen haben“, erklärt Horst Bielfeld, Tierfotograf und Autor zahlreicher Vogelratgeber. „Damit keiner der Volierenbewohner unterdrückt wird, ist es außerdem wichtig, auf eine ähnliche Körpergröße der Vögel zu achten.“

Gut miteinander leben können zum Beispiel verschiedene Sitticharten wie Wellen- und Nymphensittiche. Auch die beliebten Unzertrennlichen, Sperlingspapageien oder Grassittiche können in die Sittichgemeinschaft gut integriert werden.

Kanarien können mit Prachtfinken, Girlitzen und Zeisigen vergesellschaftet werden. Auch Wellensittiche vertragen sich gut mit ihnen. „Damit diese Wohngemeinschaft funktioniert, müssen alle Vögel genügend Platz zum Fressen und Baden haben“, erklärt Horst Bielfeld. So sollte eine Voliere für zehn Vögel beispielsweise mindestens eine Grundfläche von vier Quadratmetern haben.

„Richtig kombiniert kann die Vogel-WG auf ihre Mitbewohner durchaus anregend wirken“, meint Bielfeld. „Die Tiere singen, fliegen und klettern dann besonders gern.“ Vogelfreunde, die verschiedene Arten zusammen halten möchten, sollten sich daher vorab genau informieren, welche Tiere sich miteinander vertragen. Hilfreiche Tipps zur Vergesellschaftung von Ziervögeln und Anregungen zur Einrichtung einer Voliere gibt es im Zoofachhandel. IVH