Hunde und Kaninchen: So gewöhnen sie sich aneinander

Wer bereits Kaninchen hat, muss auf einen Hund nicht verzichten, denn: Auch wenn die beiden Tierarten auf den ersten Blick nicht zueinander passen, so können sie doch gut aneinander gewöhnt werden.

Gleiches gilt für den umgekehrten Fall, wenn Bello bereits im Hause lebt und Kaninchen in die Familie kommen. Tierfreunde sollten nur ein paar Punkte berücksichtigen:

· Kleintiere wie Kaninchen sind Beutetiere und haben vor Tieren wie Hunden, die Beutejäger sind, einen natürlichen Fluchtinstinkt. Ein Erstkontakt sollte daher erst einmal mit Abstand erfolgen.

· Am besten wird der Hund an der Leine in das Zimmer geführt, in dem die Kaninchen leben. So nehmen beide Tierarten schon den Geruch des anderen Tieres auf. Dies wiederholt man möglichst mehrfach am Tag.

· Es ist wichtig, dass der Hund auch bei sehr großem Interesse an den Kaninchen sofort auf das antrainierte Abbruchsignal (z.B. Befehl: Aus!) des Halters reagiert. Befolgt der Hund dieses Kommando, bekommt er eine Belohnung.

· Die Kaninchen sollten nicht frei herumlaufen, während der Hund ebenfalls im Raum ist, da sie sich nicht gegen mögliche Übergriffe des Hundes wehren können.

· Verstehen sich die Tiere nicht, muss jedes einen ungestörten Ort haben, um sich dorthin zurückziehen zu können. Bei Kaninchen ist das kein Problem, ihnen dient ihr sicheres Gehege als Rückzugsmöglichkeit. Der Raum, in dem dieses steht, sollte dem Hund dann nicht frei zugänglich sein.

Generell gilt: Je schneller es zu einem Treffen zwischen den Kaninchen und dem Hund kommt, desto eher wird das Zusammenleben mit der jeweils anderen Tierart als normal empfunden. Immer wieder kommt es vor, dass sich zwischen Hunden und Kaninchen richtige Freundschaften entwickeln und beide Tierarten sich irgendwann sogar aneinander kuscheln. Dennoch sollten Kaninchen niemals mit Hunden allein gelassen werden. IVH