Kaninchen-Agility: Neuer Trendsport für flotte Hüpfer
Die neue Sportart, die sich aus dem Kanin-Hop-Sport entwickelt hat und dem natürlichen Bewegungsdrang der Langohren entgegenkommt, ist ein solcher Erfolg, dass es seit kurzem offizielle Richtlinien und Wettbewerbe gibt. Beim Kaninchen-Agility werden die Tiere durch positive Bestärkung motiviert und an die Hindernisse herangeführt und lernen so, sie ohne Geschirr und Leine zu überwinden. „Wir wollen damit auch denen Erfolgserlebnisse ermöglichen, deren Kaninchen nicht so gut springen können und vielleicht auch eher langsam sind, die aber eine besondere Gelassenheit an den Tag legen und ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zu ihren Haltern haben“, erklärt Kai Sander, Kanin-Hop-Beauftragter vom Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter e.V. (ZDRK, www.zdrk.de/).
Die Hindernisse und Richtlinien
Mögliche Agility-Hindernisse sind: Ring, Podest, Slalom, breite Brücke, fester Tunnel (das Kaninchen muss vor dem Betreten durchsehen können), A-Wand (nicht zu spitz, ausreichend breit), Wippe (mit kleiner Amplitude, möglichst gedämpft), Plastikplane. Dabei wird darauf geachtet, dass die Agility-Hindernisse tier(schutz)gerecht gestaltet sind.
Laut den Agility-Richtlinien gibt es einzelne Hindernisse, die mehrere Fehler erlauben. Dies ist z.B. bei der Brücke der Fall. Hier sind sogenannte Trittzonen festgelegt, die üblicherweise farblich markiert werden. Es zählt als Fehler, wenn das Kaninchen die Trittzone nicht berührt. Da es beispielsweise bei der Brücke vorn und hinten eine Trittzone gibt, zählt es als Fehler, wenn das Kaninchen auf die Brücke aufspringt oder hinten oder seitlich abspringt und somit die hintere Trittzone nicht erreicht. Dadurch kann es hier zwei Fehler geben. Dies gilt auch bei A-Wand und Wippe.