Musterschüler Meerschweinchen
Aber sie können noch mehr: Ohne viel Mühe lernen sie Farben, Figuren, Geräusche und Stimmen zu unterscheiden. Dabei gilt stets: Bitte nicht übertreiben. Eine Viertelstunde „Training“ pro Tag genügt.
Farben erkennen: „Meerschweinchen sehen nicht dasselbe Farbspektrum wie Menschen – aber sie können durchaus Farben voneinander unterscheiden“, weiß Christine Wilde, Autorin der Internetseite www.nager-info.de. Ein Test, um dies herauszufinden: Es werden mehrere gleichförmige, aber verschiedenfarbige Futternäpfe bereit gestellt. Nur in einem befindet sich Futter. Bei jedem Versuch wird derselbe Napf befüllt, aber jedes Mal steht er an einer anderen Stelle. „Nach kurzer Zeit wird das Meerschweinchen sich die Farbe merken und nur noch den Napf ansteuern, in dem es seine Belohnung findet“, so Wilde. Um das Tier nicht mit dem Geruch zu verführen, kann der Napf auch abgedeckt werden, bis das Schweinchen davorsteht.
Formen erkennen: In zwei völlig gleiche Kartons wird eine eckige Öffnung beziehungsweise eine runde Öffnung geschnitten. „Um dem kleinen Schüler einen Anreiz zu bieten, wird dann in einen Karton ein Leckerli gelegt“, erklärt Wilde. „Schon nach wenigen Versuchen wird das Meerschweinchen immer den Karton wählen, in dem das Futter versteckt ist.“
Geräusche und Worte erkennen: Wenn beim Füttern immer ein bestimmtes Geräusch gemacht wird oder ein festgelegtes „Zauberwort“ fällt, merken sich Meerschweinchen schnell: Jetzt ist Futterzeit. „Sie kommen dann meist schon hergelaufen, sobald das Wort gesagt oder das Geräusch gemacht wird“, weiß Wilde.
Die Stimme des „eigenen“ Menschen können die schlauen Kerlchen übrigens schnell von anderen unterscheiden. Das ist nicht nur schön, sondern auch hilfreich, zum Beispiel, wenn ein Tierarztbesuch ansteht: Die gewohnte Stimme beruhigt das Tier. IVH