Ob Wellis oder andere Ziervögel: Die Männchen machen den ersten Schritt

Ein verliebtes Vogelpärchen ist spannend zu beobachten. Denn wenn Hahn und Henne erst einmal zueinander gefunden haben, zeigen sie vergnügt ihr breites Repertoire an Flirt- und Paarungsspielen.

 

„Ziervögel – insbesondere die kleineren Arten – verlieben sich gern und oft auch heftig“, sagt Dr. Ruth Kothe, Fachtierärztin für Geflügel, Zier- und Wildvögel der Tierklinik Achim. „Wenn es gefunkt hat, legen sich vor allem die Hähne richtig ins Zeug, um die Auserwählte für sich zu gewinnen.“

Voraussetzung für aufkeimende Leidenschaft unter Ziervögeln ist ein gemütliches Heim: Vor allem brauchen die Pärchen ausreichend Platz. Wie geräumig der Bauer mindestens sein sollte, hängt vor allem von der Größe der Tiere und von ihrer Anzahl ab.

„Wichtig ist außerdem, dass die Tiere genügend Möglichkeiten zum Freiflug bekommen“, erklärt Dr. Kothe. Denn nur wenn sich die kleinen Flieger richtig austoben können, sind sie ausgeglichen und zufrieden – eine Grundvoraussetzung, um gesund zu bleiben und offen für die Liebe zu sein.

Sind diese Bedingungen für einen Flirt in der Voliere geschaffen, wagen die Männchen recht bald den ersten Schritt. Je nach Art singt oder gluckst der Hahn. Er trippelt hin und her und macht nickende Kopfbewegungen. Das Gefieder wird aufgeplustert oder abgespreizt.

„Vogelhalter, die keinen gefiederten Nachwuchs möchten, sollten darauf verzichten, Nisthöhlen für die Tiere einzurichten“, erklärt Dr. Kothe. Dann bilden die Hennen meist auch keine Eier. Umfangreiche Informationen zur Haltung von Ziervogelpärchen finden interessierte Vogelfreunde auch online unter www.ivh-online.de. IVH