Sommergewitter: Hilfe für Angstkatzen

Prasselnder Regen, grollender Donner und grelle Blitze – ein Sommergewitter geht Katzen nicht nur auf die Nerven, es kann ihnen auch richtig Angst machen. Aufhalten können Katzenhalter die Unwetter zwar nicht, aber sie können ihren Samtpfoten die stürmische Zeit durchaus etwas erträglicher machen.

„Die Instinkte der Katze sagen ihr bei Gewitter: Achtung Lebensgefahr! Versteck Dich!“, erklärt die Katzenverhaltenstherapeutin Katja Rüssel. Deshalb sollten Katzenhalter ihre Tiere unbedingt in Ruhe lassen, wenn sie sich unter dem Schrank oder dem Sofa verkriechen. Am besten ist es, wenn die Menschen nicht viel Aufhebens um das Gewitter machen. „Beruhigendes Streicheln und Zusprechen sind dagegen fehl am Platze, denn das signalisiert den Tieren zusätzlich, dass etwas nicht in Ordnung ist“, meint Rüssel.

Weist die Wettervorhersage auf ein nahendes Gewitter hin, können Katzenhalter einige Vorbereitungen treffen, um das Tier zu entlasten: Fenster und Türen sollten geschlossen und Gardinen zugezogen werden. So dringen das grelle Licht der Blitze und der krachende Donner nicht mit voller Wucht in die Wohnung. Vielleicht gibt es auch ein besonders gemütliches und ruhiges Zimmer im Haus. Dann kann die Katze während des Unwetters dort untergebracht werden.

Übrigens haben die Samtpfoten ein kurzes Gedächtnis, was solche Lärmerlebnisse angeht: Ist der Spuk vorbei, kommen sie bald aus ihren Verstecken hervor. Dann lassen sie sich von Herrchen und Frauchen wieder gern mit Streicheleinheiten verwöhnen. IVH