Weihnachtswunsch Heimtier: Gut informieren, Machbarkeit prüfen

Alle Jahre wieder steht zu Weihnachten eine Katze, ein Hundewelpe, ein Kaninchen oder auch ein Aquarium auf dem Wunschzettel der Kinder. Gerne möchten Eltern oder Großeltern diese Bitte erfüllen, doch die Anschaffung eines tierischen Familienmitgliedes sollte gut überlegt sein. Denn das Tier braucht täglich Pflege, Aufmerksamkeit und auch Zuneigung. Deshalb sollten sich Familien nicht in der Hektik der Vorweihnachtszeit unüberlegt ein Tier anschaffen. „Wir erleben es immer wieder, dass Kinder nach der ersten Euphorie das Interesse an dem Tier verlieren und es im Tierheim landet“, weiß Marius Tünte vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn.

Statt des Tieres kann alternativ zunächst ein Buch über das Wunschtier verschenkt werden. So können sich Kinder und Eltern im Vorfeld über das Tier informieren und sich in Ruhe überlegen, ob die Familie wirklich eins möchte, rät Tünte. Zudem können sie gemeinsam mit ihren Sprösslingen auf der Homepage Kinder und Tiere (www.kinder-und-tiere.de) schauen, welches Tier zu welchem Kind passt.

Das Tier vorher persönlich kennenlernen

Trotzdem müssen die Kinder zu Weihnachten nicht auf Tierkontakt verzichten: „Bei der Auswahl des neuen Familienmitgliedes ist ein persönliches Kennenlernen im Vorfeld unerlässlich“, rät Tünte. Eine Möglichkeit dazu bieten die örtlichen Tierheime. Familien können die ruhigen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr nutzen und die Tiere dort besuchen. Hier können sich Familien bei den Heim-Mitarbeitern eingehend erkundigen und Mensch und Tier sich beschnuppern. Auf der Internetseite des Deutschen Tierschutzbundes unter www.tierschutzbund.de finden Interessierte ganz leicht Adressen und Telefonnummern örtlicher Tierheime.

Das Kind könnte auch in den Weihnachtsferien auf das Tier von einem Klassenkameraden oder Bekannten aufpassen. So kann die ganze Familie herausfinden, ob die Pflege eines tierischen Familienmitgliedes in das Leben passt oder ob der Wunsch nur ein vorübergehendes Interesse ist. Dabei sind Eltern immer in der Pflicht, die Kinder im Umgang mit den Tieren zu unterstützen. „Grundsätzlich muss man sich immer wieder klarmachen, dass vorrangig die Eltern verantwortlich für die Haltung der Tiere sind und nicht die Kinder“, erklärt Tünte.